Headhunting in der Republik Türkei kann unvorhersehbare Züge annehmen, da das Land „zwischen Orient und Okzident“ eine starke innenpolitische Eigendynamik entwickelt hat. Einerseits ist die Türkei ein verlässlicher außenpolitischer Partner, der unter anderem Mitglied der OECD, der NATO, der Vereinten Nationen, der G20 sowie der Organisation für Islamische Zusammenarbeit ist. Andererseits wandelt sich die parlamentarische Demokratie des Landes immer weiter zu einem Präsidialsystem um, was zur Folge hat, dass die Gewaltenteilung nur noch sehr eingeschränkt existiert. Deswegen wird das politische System der Türkei als „hybrides Regime“ bezeichnet. Im Demokratieindex 2019 der britischen Zeitschrift The Economist belegt das Land deswegen nur den 110. Rang von 167 Ländern, und das obwohl die türkische Verfassung den Bürgern eine weite Palette an Grundrechten und individuellen Freiheitsrechten einräumt.
Die Bevölkerung der Türkei besteht hauptsächlich aus ethnischen Türken (bis zu 81%). Die größte ethnische Minderheit stellen mit bis zu 14% die Kurden im Osten des Landes dar. Die Türkei ist sowohl Einwanderungs-, als auch Auswanderungsland. Während des Aufschwungs nach dem 2. Weltkrieg wanderten einerseits viele Arbeitsmigranten nach Mitteleuropa ab. Auf der anderen Seite kamen aus dem Balkan, dem Nahen Osten, Zentralasien und der Krim viele Einwanderer ins Land.

Die finanzpolitische Lockerung in den USA und die Niedrigzinspolitik der EZB ließen Milliarden von US-Dollar und Euro in die Türkei strömen und erzeugten ein kräftiges Wirtschaftswachstum. So wuchs die türkische Wirtschaft im Jahre 2011 um rund 9 Prozent. Jedoch ist die allgemeine wirtschaftliche Situation der Türkei sehr widersprüchlich. Es besteht eine große Kluft zwischen dem industrialisierten Westen und dem agrarisch strukturierten Osten. Im Großraum Istanbul zum Beispiel erreichen fast die Hälfte der Bevölkerung das Durchschnittseinkommen der EU-Staaten, im Osten hingegen erreichen weniger als 10% EU-Niveau.

Die wichtigsten Wirtschaftssektoren sind die Textilindustrie, der Tourismus und die Automobilindustrie, aber da sich die türkische Wirtschaft seit 2018 in einer Rezession befindet, ist es naheliegend, dass vor allem junge und gut ausgebildete Menschen für eine bessere Zukunft auswanderungswillig werden.

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